Wie geht es STI in Zeiten von PrEP

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Daten aus der MSM-Screening-Study

Ein Drittel der Studienteilnehmer hatte eine STI, wobei PrEP-Anwender am häufigsten betroffen waren. Eine konsequente Testung als Kassenleistung und sinnvolle Behandlung ist notwendig, um die Ausbreitung von STI einzudämmen.

Im Jahr 2016 wurde in Deutschland die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) gegen HIV zugelassen. In der Zulassung wird dabei auch der regelmäßige Gebrauch von Kondomen empfohlen. Dennoch muss man davon ausgehen, dass ein Grund zur Anwendung der PrEP der Verzicht auf Kondome ist. Ob der häufigere Kondomverzicht und risikoreicheres Sexualverhalten bei PrEP zu einem Anstieg an-derer STI wie Chlamydien, Gonokokken, Syphilis u.a. führt, wird seit der Einführung der PrEP diskutiert. Als Argument gegen einen Anstieg von STI bei PrEP-Anwendern wird die empfohlene regelmäßige und recht engmaschige Testung auf das Vorliegen zumindest einiger STI angeführt, was zu einer raschen Diagnose und Behandlung von STI und damit mittel- und langfristig zu einer Verminderung der STI-Prävalenz führen können. Die Deutsch-Österreichischen Leitlinien sehen augenblicklich eine Untersuchung auf Syphilis alle 3 Monate, auf Chlamydien und Gonokokken an drei Lokalisationen alle 3-6 Monate vor.1 Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen aber nicht übernommen, soweit keine Symptome oder ein konkreter Verdacht auf eine STI vorliegen, und stellen Behandlerinnen und Behandler damit vor große Herausforderungen in Bezug auf deren Budget.

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